Mittwoch, 23. juli 2008
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Der vielleicht größte und beeindruckendste Tempel
in Kyoto ist der Kiyomizu-dera Tempel. Er steht auf der höchsten Erhebung in Kyoto in einem großen, grünen Hang. Und das ist auch gleichzeitig das beeindruckende an dem Gebäude. Denn der Großteil
steht auf hohen, hölzernen Pfählen. Diese sind (wenn man die Bauzeit von 1633 betrachtet) derart hoch, daß der Japaner bei schweren oder unlösbaren Aufgaben gerne sagt:
„Lieber springe ich vom Kiyomizu-dera Tempel“.
Seltsam für europäische Touristen ist der Besuch in „Buddhas Bauch“. Hier stellt sich nach
langem Schlange stehen und einem Eintritt nämlich heraus, daß es sich um einen dunkeln Keller handelt durch den man sich an einem Seil tasten muß. Die Buddhisten glauben durch dieses Durchschreiten
des „Bauches“ wiedergeboren zu werden.
Ansonsten bietet das weiträumige Gelände des Tempels viele weitere Eindrücke. Besonders schön ist der Tempel auch im November anzuschauen. Dann färben sich die Blätter der Bäume dunkel rot und die Scheinwerfer in die Bäume bilden nachts ein eindruckendes Szenario. Leider ist dies für Japaner keineswegs ein Geheimtipp. So drängen sich in
den Abendstunden die Japaner, oftmals mit Stativen ausgestattet, an den Hängen und Terrassen.
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von Nico Jung
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veröffentlicht in: Kyoto
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